Auszüge aus dem 1. Patenbrief aus Brasilien


 

Auszüge aus dem 1. Patenbrief

Hola meine lieben Freunde, Paten und Familie

Mein Ankunft im Flughafen Salvador da Bahia war ein unvergesslicher Moment.
Während ich zusammen mit Marina auf unsere Koffer wartete, ging mir so vieles durch den Kopf,
ich war total aufgeregt, wusste nicht was mich jetzt hinter der Tür erwartet, wer auf mich wartet und wo meine Gemeinschaft ist. Denn ich hatte davor ja noch nichts von ihnen gehört.
Es war ein so unbeschreibliches Gefühl von Angst, Ungewissheit und totaler Freude.
Als ich dann zusammen mit Marina langsam, Schritt für Schritt, durch die Tür ging wurden wir sofort von einer großen Gruppe herzlich mit Plakat empfangen. Wir mussten uns gar nicht umschauen sie standen schon vor uns und nahmen uns in ihre Arme und begrüßten uns.
Doch ich muss sagen, es ging alles so schnell, dass ich mir keinen einzigen Namen merken konnte. Ich war so fasziniert von diesem Empfang, dass ich für einen Moment sprachlos war und nur still dastand, um alles zu bewundern :)...

Der Anfang meiner Mission fiel mir ein wenig schwer: die ganzen Umstellungen, wie zum Beispiel die Zeitumstellung, die Sprache, die Kultur und die vielen neuen unbekannten Menschen.
Es ist nicht leicht in ein Land zu kommen von dem man noch nicht viel kennt.
So war es für mich anfangs sehr mühsam und anstrengend da die neue Sprache viel Aufmerksamkeit und Konzentration fordert. Doch meine Gemeinschaft bemühte sich langsam zu sprechen, sodass ich nach und nach immer mehr verstehen konnte und an Gesprächen teilnehmen konnte.

Mittlerweile bin ich fast 2 Monate hier und ich fühle mich sehr wohl. Ich habe mich an meine neue Umgebung gewohnt und mit der Sprache klappt es auch schon viel besser.

Ich habe auch schon erste Freundschaften geschlossen :)
Eine sehr wichtige Person ist Lauriline (Sie wird Lau genannt). Sie ist 15 Jahre alt und wohnt direkt neben unserem Haus, das heißt sie ist jeden Tag bei uns zu Besuch und verbringt viel Zeit mit uns.

Sie unterstützt mich und hilft mir beim Lernen der Sprache Portugiesisch.
Ebenso bringt sie mir brasilianische Tänze bei. Es ist immer sehr amüsant mit ihr und ich habe viel zu lachen wenn sie in unserem Haus ist oder wenn ich sie auf der Straße treffe und sie von weitem laut meinen Namen ruft. Ich habe sie schon sehr in mein Herz geschlossen.
Sie lebt mit ihrer Mutter Zica (58 Jahre alt) zusammen. Von dem Vater weiß ich nicht viel, nur dass er woanders wohnt. Lau hat noch 4 weitere Geschwister, jedoch wohnen diese in Salvador. Sie besucht sie regelmäßig.

Ich bedanke mich sehr für Eure Unterstützung, ohne Euch könnte ich nicht diese wunderbare Erfahrung erleben. Ich drücke Euch alle sehr in Gedanken.

Eure Nadine